Webseite zu Alternativen
Wir möchten auf dieser Webseite Beispiele für Alternativen aus den unendlichen Weiten des Internets sammeln, die eine andere Organisation der gesellschaftlichen Arbeitsteilung beinhalten. Ausgangspunkt sind Ideen und Visionen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, die übersichtlich dargestellt werden sollen, die Texte werden bereitgestellt, teilweise auch übersetzt. Wichtig ist dabei der Erfahrungsaustausch mit sozialen Bewegungen in anderen Kontinenten, das Einbeziehen des Nord-Süd-Verhältnisses, und die Fragen einer ökologischen Umgestaltung aufgrund des Klimawandels. Auf der Webseite sollen Überlegungen zu Alternativen aufbereitet werden, die einen Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Arbeitsteilung (Geschlechterverhältnisse), Nord-Süd-Verhältnisse und Ökologie herstellen, zum Beispiel auch Kommunen und Projekte solidarischer Ökonomie und nichtkommerzielle Landwirtschaft. Eine Suche nach interessanten Texten im Internet ist oft zeitaufwendig, da Suchmaschinen in der Regel sehr viele Resultate liefern, die durchforscht werden müssen. In diesem Sinne versucht diese Webseite zu Alternativen auch einen Bedarf zu erfüllen, da sie versucht, aus der Fülle von Informationen eine strukturierte Auswahl mit weiterführenden Links anzubieten.
Zukunftspläne:
Wir wollen zur Vernetzung von Projekten beitragen. Später soll ein Newsletter (Nachrichtenübersicht per mail) über spannende Texte auf der Webseite informieren. Möglich wäre auch die Organisation eines Diskussionsseminars, bei dem in kleiner Runde über ausgewählte Texte der Webseite gemeinsam diskutiert wird.
Einige Beispiele:
Die Vier-in-Einem-Perspektive:
Überlegungen zu einer Gerechtigkeit bei der Verteilung von Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Gemeinwesensarbeit und Entwicklungschancen. Ein politisches Projekt, bei dem diese vier Bereiche nicht getrennt verfolgt werden.
(http://vier-in-einem.de, siehe auch gleichnamiges Buch von Frigga Haug).
Wirtschaft zum Glück:
Gesammelte Texte aus dem Jahre 2009 über nachhaltige Produktions- und Eigentumsformen aus der Wochenzeitung (WoZ) Schweiz. Zum Beispiel: Sewa, die Assoziation selbstständiger Frauen in Indien; Kommune Niederkaufungen; Masipag-BäuerInnen betreiben biologischen Anbau auf den Philippinen; Open Source; Frauen in Burkina Faso stellen eine Hautcreme her; Mondragon, die grösste Genossenschaft der Welt. (Quelle: http://www.woz.ch/dossier/glueck.html)
Parecon:
In Parecon (Participatory Economics) entwirft Michael Albert ein nach-kapitalistisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell und beschreibt in seinem gleichnamigen Buch ein komplexes, alle Lebensbereiche durchdringendes System jenseits der herrschenden Ökonomie von Ausbeutung und Privateigentum. Ziel ist eine lebendige Gesellschaft, vielfältig, solidarisch und selbstorganisiert. Jenseits von zentraler Planung und Kapitalismus tritt ein weit gespanntes Netz von Räten, in welchen ProduzentInnen und VerbraucherInnen partizipatorisch über die benötigten Güter und Waren beraten und entscheiden können. (Quelle: http://www.parecon.de)
Alternativen zum Neoliberalismus im Südlichen Afrika (ANSA):
Im Gegensatz zu Margaret Thatcher’s bekannter Behauptung, es gebe keine Alternativen zum Neoliberalismus (TINA: There is no alternative), geht diese Initiative von Gewerkschaften im südlichen Afrika davon aus, dass es Hunderte von Alternativen gibt (There Are Hundreds of Alternatives: TAHA). ANSA ist der Versuch einer alternativen Entwicklungsstrategie für das südliche Afrika, die zugleich visionär und praktisch sein will. (Quelle: www.ansa-africa.org und www.all4all.org/2006/04/2457.shtml).
Weitere Organisationen und Internetprojekte:
Zum Beispiel http://visions-of-labor.org, http://kanalb.org, http://www.labournet.de, http://www.denknetz-online.ch, usw.